Evangelisches Bildungsportal eröffnet virtuelle Lernräume

28.05.2009

EKHN-LogoUnter www.evangelisches-bildungsportal.org bietet das Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eine neue Lernplattform an. In Zusammenarbeit mit rpi-virtuell werden den BesucherInnen aktuelle Informationen, Materialien und Foren zu Bildungsthemen geboten. Zusätzlich können sich NutzerInnen in virtuellen Seminarräumen treffen, sich austauschen und fortbilden.

Eine erste religionspädagogische Online-Fortbildung für fünfzehn Erzieherinnen ging am 19. Mai zu Ende. Sie war unterteilt in zwei Präsenztage zwischen denen eine vierwöchige Online-Phase lag. Pfarrerin Sabine Müller-Langsdorf von der Pädagogischen Akademie Elisabethenstift und Pfarrer Joachim Dietermann vom Zentrum Bildung der EKHN hatten die Online-Fortbildung inhaltlich konzipiert und begleitet und vier Studienbriefe verfasst.

Bericht von der ersten Online-Fortbildung des Zentrums Bildung der EKHN

Die Fortbildung hatte den Titel „Mit Kindern ins Gespräch über Gott kommen“. Dort bekamen die Teilnehmerinnen Anregungen, um über das eigene Gottesbild nachzudenken und sensibler zu werden für die religiösen Äußerungen der Kinder. Die Möglichkeiten, die das online-unterstützte Lernen dabei bot, wurden sehr geschätzt: „Die Stärke des Online-Angebotes war, dass ich mir die Zeit nehmen konnte, die ich brauchte, um mir Gedanken zu machen“, bilanzierte eine Teilnehmerin.

Arbeiten von zu Hause aus wird nicht als Arbeit erlebt

Die Selbststeuerung des eigenen Lernens wurde positiv erlebt, sie intensivierte aber auch die Selbstauseinandersetzung und erforderte Selbstdisziplin. Kritisch gesehen wurde die Tatsache, dass die Fortbildungszeit zum großen Teil als „Privatvergnügen“ erlebt wurde, da meist von zu Hause aus gearbeitet wurde. Am Arbeitsplatz, in den Kindertagesstätten, fehlten die Ruhe oder die Möglichkeiten dazu. „Drei bis vier Stunden Freistellung pro Woche hätte es gebraucht“, waren sich alle einig.

Fehlende Technik-Kenntnisse und Übung

Die Kommunikation untereinander gestaltete sich offensichtlich schwierig. In der Auswertungsrunde wurde klar, dass neben mangelnden technischen Kenntnissen teilweise auch die praktische Übung im Umgang mit der Fülle an interaktiven Möglichkeiten und den sogenannten e-tools fehlte. „Die Gruppendiskussion fand nur zeitversetzt im Forum statt“, berichteten die Teilnehmerinnen. „Vielleicht hätte man feste Zeiten vereinbaren sollen, um sich zu treffen.“ Auch die Zeiten zwischen den vier Studienbriefen hätte man verdoppeln sollen, meinten die Erzieherinnen: „Eine Woche war zu kurz.“

Weiterentwickeln und verbreiten

Martina Klein, Leiterin des Zentrums Bildung, zeigte sich erfreut darüber, dass sich fünfzehn Mitarbeiterinnen von Kindertagesstätten auf das Abenteuer „Online-Fortbildung“ eingelassen haben. Jetzt gelte es, das Angebot weiterzuentwickeln und bekannt zu machen. „Auf weitere Kooperationspartner wollen wir zugehen“, ergänzte Gunter Böhmer, Projektleiter des Bildungsportals. Regionale Gruppen, die eine Plattform für ihre Diskurse suchen, könnten vom Evangelischen Bildungsportal profitieren. Ebenso Kindertagesstätten und andere Bildungsträger in Hessen, die für ihre Projekte eine webbasierte Lernumgebung anbieten wollen.

Ansprechpartner für das Evangelische Bildungsportal ist Gunter Böhmer:

E-mail: gunter.boehmer.zb@ekhn-net.de