Kategorie: Archiv

Mitgliederversammlung 2016

Vier Kolleginnen und Kollegen sind 2016 zum letzten Mal als Delegierte auf der Ebernburg: Dietmar von Blittersdorff, Ilse Blendin und Ruprecht Beuter gehen 2016 bzw. 2017 in den Ruhestand. Olav Schmidt (Methodistische Kirche) verlässt Deutschland und wird einen Missionsauftrag in Malawi übernehmen. Markus Risch steht nach 6 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Heike Wilsdorf überreicht allen einen kleinen Abschiedsgruß.

 

 

Markus Risch

 

Dietmar von Blittersdorff

 

Ilse Blendin

 

Ruprecht Beuter

 

Olav Schmidt

Sensibilisierungsworkshop Finanzielle Grundbildung: Bedarfe erkennen – ansprechen – handeln

Der Workshop richtet sich an Fachkräfte, die in ihrem beruflichen Alltag Menschen mit Grundbildungsbedarf begegnen. Er wendet sich an Mitarbeitende in der Sozialberatung, Schuldnerberatung, Familienberatung, Integrationsberatung, Verbraucherberatung sowie an Vermittlungs- und Integrationsfachkräfte der Agenturen für Arbeit und Jobcenter. Angesprochen sind ebenfalls Lehrende im Bereich der Erwachsenenbildung. Ziel ist, für Finanzielle Grundbildung zu sensibilisieren, um Grundbildungsbedarfe erkennen und das Thema kompetent ansprechen zu können. 

In dem eintägigen Workshop werden Ihnen theoretisches Wissen und Kenntnisse über Alphabetisierung und (Finanzielle) Grundbildung sowie über Ihre Funktion als Vertrauens- und Schlüsselperson vermittelt. Gemeinsam erarbeiten Sie, was Hinweise für (Finanziellen) Grundbildungsbedarf sein können, wie ein solcher Bedarf identifiziert und im Beratungskontext angesprochen werden kann. Hierzu werden konkrete Gesprächshilfen zur Gestaltung der Beratungssituationen entwickelt. Weiterhin werden Unterstützungsmöglichkeiten, Lernangebote sowie die Vermittlung zu Weiterbildungseinrichtungen thematisiert. Sie tauschen sich über regionale Hilfsangebote und Vernetzungsmöglichkeiten aus und erarbeiten gemeinsam Handlungsoptionen. Der Workshop wird im Trainertandem durchgeführt.

Hinweis: Der Workshop wird im Rahmen des Forschungsprojekts „Curriculum und Professionalisierung der Finanziellen Grundbildung (CurVe II)“ durchgeführt und wird zu wissenschaftlichen Zwecken evaluiert werden. Geplant sind zwei Fragebogenerhebungen (eine direkt im Anschluss an die Veranstaltung und eine zweite Befragung nach ca. vier bis sechs Monaten). Hierbei bitten wir herzlich um Ihre Mitarbeit.  Alle Antworten werden vertraulich behandelt und anonym ausgewertet. Die Teilnahme an der zweiten Erhebung kann mit einer Aufwandsentschädigung honoriert werden.

Termin: 14.Juni 2016 (10.00 bis 17.00 Uhr)
Ort:

Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN,

Albert-Schweitzer-Str. 113-115, 55128 Mainz

Anmeldeschluss:

7.6.2016

 

Veranstalter und Ansprechpersonen:

Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE) 
Projekt CurVe II
Monika Tröster
Heinemannstr. 12-14
53175 Bonn
Tel.: 0228.3294306

troester@die-bonn.de
www.die-bonn.de / www.die-curve.de

Detaillierte Informationen zum Workshop sowie ein Anmeldeformular finden Sie im Anhang.

Mehr Unterstützung und Fortbildung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit.

Aufgrund des großen Bedarfs will die Evangelische Erwachsenenbildung in Rhein-land Pfalz ihr Engagement in der Integration von Flüchtlingen weiter ausbauen. Die vielen Ehrenamtlichen in den Gemeinden, die Sprachkurse oder andere Un-terstützungsangebote anbieten, sollen für dieses besondere Aufgabe qualifiziert und begleitet werden.

BAD MÜNSTER AM STEIN/MAINZ. Dies ist das Ergebnis eines Fachgesprächs, zu dem die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz (elag) anlässlich ihres 40jährigen Jubiläums auf die Ebernburg in Bad Münster am Stein eingeladen hatte. Man wolle das Jubiläum feiern, in dem man sich den Herausfor-derungen der Zukunft stelle, so die Vorsitzende der elag, Pfarrerin Heike Wilsdorf.

Das Fachgespräch wurde eingeleitet durch einen Situationsbericht des Landesbeauftrag-ten für Migration und Integration. Miguel Vicente verwies angesichts des kurzfristigen und massiven Anstiegs der dem Land zugewiesenen Flüchtlinge darauf, welche Anstren-gungen es seitens der Landesregierung bedeute, die Kapazitäten für die Aufnahme der Flüchtlinge und die Infrastruktur für die Integration aufzubauen. „Das kann keine Regie-rung oder Organisation allein, das kann nur gemeinsam gelöst werden“, so Vicente. Die Anstrengungen der Landesregierung konzentrierten sich auf fünf Felder: die Erstauf-nahme und die Verteilung auf die Kommunen, wobei diese frühzeitig informiert werden müssen, wer mit welchen Fluchthintergrund und Fluchterlebnissen  ihnen zugewiesen werde. Desweiteren müssten die vielen Ehrenamtlichen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren wollen, auf die besonderen Herausforderungen vorbereitet werden. Dies gelte sowohl für Rechtsfragen, die mit dem Status der Flüchtlinge verbunden seien, als auch für die psycho-sozialen Probleme vieler Flüchtlinge. Für die gesundheitliche Situa-tion, die Verarbeitung der Bürgerkriegssituation und der traumatischen Erlebnisse sei schnelle Hilfe und Unterstützung notwendig. Seitens der Landesregierung werden dazu fünf spezialisierte Dienste aufgebaut. Weitere Schwerpunkte seien die Sprachförderung und die Arbeitsmarktintegration.

Pfarrer Siegfried Pick, der Leiter des Ausländerpfarramts im Kirchenkreis an Nahe und Glan in Bad Kreuznach, ergänzte die Ausführungen von Vicente durch Praxisbeispiele aus seiner täglichen Arbeit. Mit Hilfe vieler Ehrenamtlicher betreibe das Ausländer-pfarramt ein Lernzentrum in Bad Kreuznach, das jedes Jahr für 800 bis 1000 Migranten und Flüchtlinge Lernangebote, insbesondere Sprachkurse, anbiete. Neben weiteren Pro-jekten und einer offenen Bildungsarbeit in Kirchengemeinden, bei der über Hintergrün-de von Flucht und Vertreibung informiert werde, gehe das Ausländerpfarramt mit sei-nen Angeboten auch aufs Land. Denn die Flüchtlinge konzentrierten sich nicht mehr nur in bestimmten Kommunen sondern seien inzwischen auch im ländlichen Bereich ange-kommen. Es gehe dabei immer um die Aufgabe, schnell und unbürokratisch auf den Be-darf vor Ort zu reagieren, so der evangelische Ausländerbeauftragte. Aber bei allen Be-mühungen seien die Strukturen nicht ausreichend.

In der abschließenden Diskussion mit den Abgeordneten Ingeborg Sahler-Fesel aus Trier und Gerd Schreiner aus Mainz, die vom Beauftragten der Evangelischen Kirchen im Land Rheinland Pfalz, Kirchenrat Dr. Thomas Posern, moderiert wurde, wurden die an-gesprochenen Themen seitens der Träger der Erwachsenenbildung weiter vertieft. So wies die Landesgeschäftsführerin der Katholischen Erwachsenenbildung,  Elisabeth Vanderheiden, auf die außerordentlich gute Koordination der Weiterbildungsträger in Rheinland-Pfalz bei den Sprach- und Orientierungskursen für Flüchtlinge hin. Aber auch der Bedarf an politischer Bildung wurde hervorgehoben. Dabei gehe es insbesondere darum, die Ängste und Vorurteile in der Bevölkerung ernst zu nehmen und präventiv in Bildungsangeboten zu bearbeiten. Auf die Frage, welche Erwartungen die Abgeordneten an die Evangelische Erwachsenenbildung in der Flüchtlingsarbeit hätten, wurde neben Sprachangeboten und Arbeitsintegration immer wieder die Unterstützung und Qualifi-zierung der Ehrenamtlichen genannt , die auch eine Supervision einschließe. Die Politik ihrerseits versprach im Nachtragshaushalt mehr Geld für die Flüchtlingsarbeit bereit zu stellen. Die Abgeordnete Sahler-Fesel verwies zum Schluss auf das politische Problem, dass die notwendige Flüchtlings- und Integrationshilfen nicht den Blick darauf verstel-len dürften, dass es auch andere Notleidende in unserer Gesellschaft gebe. Die Tatsache, dass deren Probleme nicht so im medialen Interesse stünden, dürfe nicht zu einer Kon-kurrenz- oder Neiddiskussion führen. Der Landesbeauftragte Vicente äußerte die Hoff-nung, dass im Wahlkampf 2016 das Flüchtlingsthema zwar kontrovers aber im Be-wusstsein einer nur gemeinsam zu lösenden Aufgabe diskutiert werde.

Pfarrerin Heike Wilsdorf bekräftigte am Ende der Veranstaltung den Entschluss des Vorstandes der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, die Flüchtlingsarbeit in Rheinland Pfalz weiter auszubauen und Konzepte für die Qualifizie-rung von Ehrenamtlichen zu entwickeln.

Zum Hintergrund:

Die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft (elag) ist der Zusammenschluss der Einrich-tungen der Evangelischen Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz. Sie wurde 1975 als Verein gegründet und hat ihren Sitz in Mainz. Mit etwa 6.200 Veranstaltungen im Jahr, durchschnittlich über 40.000 Weiterbildungsstunden und 120.000 Teilnehmenden ist die elag einer der größten Weiterbildungsträger in Rheinland-Pfalz.

Weiterbildungspreis 2014 – Fotos der Preisverleihung

Alle Fotos: Stefan F. Sämmer, Zornheim

Die Projektträger Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, LAG anderes lernen, Verband der Volkshochschulen mit der Bildungsministerin Doris Ahnen und dem Laudator Prof. Dr. Rolf Arnold

v.l.n.r.: Doris Ahnen (Bildungsministerin, MBWWK), Karola Büchel (ELAG), Petra Hirtz(LAG a.l.), Steffi Rohling (VVHS), Susanne Syren (ELAG/ Projektmitarbeiterin), Bärbel Zahlbach-Wenz (LAG a.l./ Projektmitarbeiterin); Prof. Dr. Arnold

Dankesrede der ELAG-Geschäftsführerin und Projektleiterin Karola Büchel

Karola Büchel (ELAG), Petra Hirtz(LAG a.l.), Steffi Rohling (VVHS), Susanne Syren (ELAG/ Projektmitarbeiterin), Bärbel Zahlbach-Wenz (LAG a.l./ Projektmitarbeiterin)

Projektteam und regionale Koordinator/innen

Ruprecht Beuter (Ev. Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft der Pfalz, Außenstelle Rockenhausen); Doris Ahnen (Bildungsministerin, MBWWK), Steffi Rohling (VVHS), Karola Büchel (ELAG),Barbara Sand (VHS, Regionalkoordination Kaiserslautern), Petra Hirtz(LAG a.l.), Susanne Syren (ELAG/ Projektmitarbeiterin), Bärbel Zahlbach-Wenz (LAG a.l./ Projektmitarbeiterin); Michael Schunck (EEB, Regionalkoordination Bad Kreuznach); Slatka Glettnik (EEB, Regionalkoordination Simmern); Ursula Grünewald (EEB, Regionalkoordination Rockenhausen); Harry Helfors (LAG a.l.)

Erste Erfolge zeigen sich

Eine Bedienungsanleitung lesen, Formulare ausfüllen, sogar eine Bestellung mit Hilfe der Speisekarte – all dies ist schwierig für Menschen, die keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben können.

Die so genannten funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten verstärkt zur Teilnahme an Lese- und Schreibkursen zu gewinnen, ist Ziel der heute vor einem Jahr gegründeten „Initiative für Alphabetisierung und Grundbildung Rheinland-Pfalz“. Bei den Bemühungen zeigen sich erste Erfolge.

Weitere Infos auf den Seiten der Landesregierung Rheinland-Pfalz

„Willkommen in Rheinland-Pfalz“ – Sprach- und Orientierungskurse für Flüchtlinge

Bildung ist ein Menschenrecht – daher haben das Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz und die Katholische Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz (Federführung) gemeinsam mit dem Landesverband der Volkshochschulen, der Evangelischen Erwachsenenbildung und der Landesarbeitsgemeinschaft „anderes lernen“ Rheinland-Pfalz im Februar 2014 Sprach- und Orientierungskurse für Menschen gestartet, die bislang aus rechtlichen Gründen keine Möglichkeit hatten, an solchen Kursen teilzunehmen.

WIR – Willkommen in Rheinland-Pfalz

Konkret können Personen mit Duldung, Personen mit Aufenthaltsgestattung sowie Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 des Aufenthaltsgesetzes (Aufenthalt aus humanitären Gründen) in den Schulungen die deutsche Sprache lernen und  Basiswissen für den Alltag in der Bundesrepublik sammeln. 

Die Kurse richten sich an Menschen ab 16 Jahren werden in ganz Rheinland-Pfalz angeboten und sehr gut angenommen. Insgesamt 15 Kurse haben die Projektpartner bereits durchgeführt. Im Durchschnitt nehmen etwa 15 – hoch motivierte und engagierte – Frauen und Männer an den Schulungen teil. Die Mehrheit der Teilnehmenden stammt aus den Ländern Syrien, Irak, Iran, Pakistan, Afghanistan, Somalia, Ägypten, Serbien, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina beziehungsweise der Russischen Föderation. 

Finanziell unterstützt wird das Projekt durch den Europäischen Flüchtlingsfond, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz. Es läuft noch bis zum 31. Oktober 2014.

Informationen zum Konzept, den beteiligten Institutionen sowie eine Übersicht über die aktuellen Kursstandorte finden sich auf der Projekthomepage.

In Dorfbüchereien im Kreis Bad Kreuznach soll Lektüre in leichter Sprache angeboten werden

„Die Büchereien in den ländlichen Regionen sind oft ein wichtiger sozialer Treffpunkt in kleinen Gemeinden. Das kann man auch nutzen, um Menschen zu erreichen, die dem Lesen nicht so nahestehen“, sagt Susanne Syren, Regionalkoordinatorin im Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung in der Region Rheinhessen/Nahe. Die Kurzbezeichnung „Grubi-Netz“ ist einprägsamer. Das Projekt startete im Januar 2014 mit dem Ziel, Erwachsene mit Lücken in der Grundbildung besser zu erreichen und ihnen den Weg in Lernangebote vor Ort zu erleichtern.

 

Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Seiten der Allgemeinen Zeitung, veröffentlicht am 15. Mai 2014

GrubiNetz – Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung Rheinland-Pfalz

7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland können keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben und gelten als „funktionale Analphabeten“. Diese aufrüttelnden Zahlen wurden 2011 durch die leo.-Level-One Studie der Universität Hamburg ermittelt.

Da auch in Rheinland-Pfalz zu viele Menschen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben im Alltag haben, setzt an dieser Stelle das im Januar 2014 gestartete Projekt GrubiNetz – Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung Rheinland-Pfalz an: es will nun vor allem deutlich mehr Menschen mit Grundbildungsbedarf erreichen und sie in ganz Rheinland-Pfalz an Lernangebote, Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse heranführen.

Das Projekt sieht ein Kompetenznetzwerk vor, das von fünf rheinland-pfälzischen Weiterbildungsträgern initiiert wird. Vier davon stellen eine Netzwerkkoordinatorin in den Regionen Westerwald-Taunus/Mittelrhein, Trier/Eifel, Rheinhessen-Nahe und Pfalz, damit sie mögliche Partner identifizieren und für das Netzwerk gewinnen. Dazu knüpfen sie Kontakte zu den regionalen Akteuren, die mit den Zielgruppen in Kontakt kommen, beispielsweise Beschäftigte in Beratungsstellen, Jobcentern, Schulen, Weiterbildungseinrichtungen oder in der Verwaltung. Diese Akteure wiederum werden für die Thematik sensibilisiert und dabei unterstützt, wie sie die Betroffenen ansprechen und sie an Hilfsangebote heranführen können.

Durch die Vernetzung der Betroffenen untereinander und mit verschiedenen Akteuren sollen effizientere und nachhaltige Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, um damit die Chancen zur Teilhabe von Menschen mit Grundbildungsbedarf am sozialen und ökonomischen Leben zu erhöhen.

In der Projektlaufzeit bis Ende Dezember 2014 werden in den beteiligten Regionen u.a. Sensibilisierungsveranstaltungen für Multiplikator/innen und Öffentlichkeitsaktionen zur Zielgruppengewinnung stattfinden. International besteht eine Kooperation mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Österreich (bifeb).

Kooperationspartner:

Die Arbeit des Netzwerks wird von fünf staatlich anerkannten Weiterbildungsträgern in Rheinland-Pfalz umgesetzt:

  • ARBEIT & LEBEN Rheinland-Pfalz gGmbH (Projektträger)
  • Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz e.V.
  • Katholische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz e.V.
  • Landesarbeitsgemeinschaft anderes lernen e.V.
  • Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.

Die lokalen Netzwerkkoordinatorinnen betreuen die folgenden Regionen:

Projektmanagement:

Landesweite Koordinierungsstelle:

Dieses Projekt wird durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz, durch Mittel des Europäischen Sozialfonds, sowie durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz gefördert.

Erster Parlamentarischer Abend der Weiterbildung in Rheinland-Pfalz

Mainz, 19.02.2014. Mehr als 150 Gäste kamen am Mittwochabend zum ersten Parlamentarischen Abend der rheinland-pfälzischen Weiterbildung in den Landtag. Gabriele Schneidewind, Vorsitzende des Landesbeirates für Weiterbildung und Geschäftsführerin von Arbeit und Leben gGmbH empfing im Namen der Vertreterinnen und Vertreter der staatlich anerkannten Weiterbildungsträger die Gäste aus Politik, Verbänden, Ministerien und Presse, „wir freuen uns sehr, dass unser erster Parlamentarischer Abend auf solch großes Interesse gestoßen ist. Das ist ein Zeichen von Bekanntheit und Wertschätzung.“

In seiner Begrüßung hob Landtagspräsident Joachim Mertes, der seit mehr als 20 Jahren Vorsitzender des Verbandes der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz ist, das breit gefächerte und an alle Menschen gerichtete Angebot der staatlich anerkannten Weiterbildung in Rheinland-Pfalz hervor: „Wer es als Bildungsbereich schafft, mehr als 700.000 Menschen in Rheinland-Pfalz mit seinem Weitungsbildungsangebot zu erreichen, muss etwas anzubieten haben und verdient politische Aufmerksamkeit“, so Mertes.

Kreativ wie die Weiterbildungsarbeit an sich, stellten die sieben Gastgeberinnen und Gastgeber sich mit einem Kurzfilm vor, der die vielen Anknüpfungspunkte der Menschen zum Thema Weiterbildung auf unterhaltsame Art und Weise verdeutlichte.

Bildungsministerin Doris Ahnen würdigte die Leistungen des rheinland-pfälzischen Weiterbildungssystems und sicherte den Trägern der Weiterbildung auch weiterhin ihre Unterstützung zu: „Es geht uns gemeinsam darum, dass möglichst viele Menschen sich neue individuelle Perspektiven eröffnen und sichern können. Das gilt für berufliche Perspektiven ebenso wie für die Erweiterung der Möglichkeiten am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.“ Dass dieses Ziel auch von den im Landtag vertretenen Parteien mitgetragen werde, zeige die erneute Aufstockung der Mittel für die Weiterbildung im Doppelhaushalt 2014/2015 auf rund 8,7 Millionen Euro. Doris Ahnen unterstrich, damit verbessere sich die strukturelle Förderung der Weiterbildung und werde es möglich, innovative Modellprojekte und das bereits große Engagement der Weiterbildungsträger im Bereich der so genannten „Zweiten Chance“ verstärkt zu fördern – insbesondere auf den Feldern Alphabetisierung und Grundbildung oder beim Nachholen von Schulabschlüssen.

Mit Professor Dr. Stefan Sell wurde ein renommierter Wissenschaftler gewonnen, der den Gästen die bildungspolitische, soziale und ökonomische Bedeutung der allgemeinen Weiterbildung verdeutlichte. „Gerade in Zeiten des demographischen Wandels kann der Weiterbildung nicht genug Anerkennung von politischer Seite zugemessen werden. Erreicht sie doch all die Zielgruppen, um die wir uns im Rahmen dieses gesellschaftlichen Pozesses Gedanken machen“, verdeutlichte Sell.

Zahlreiche Abgeordnete des Landtages Rheinland-Pfalz, Ministerinnen und Minister der Landesregierung, Vertreterinnen und Vertreter von Ministerien, Behörden und Verbänden nutzten die Gelegenheit zum Austausch zum Thema Weiterbildung.

Die sieben staatlich anerkannten Weiterbildungsträger in Rheinland-Pfalz:

  • Landesarbeitsgemeinschaft anderes lernen
  • Arbeit und Leben gGmbH
  • Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (ELAG)
  • Katholische Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz – Landesarbeitsgemeinschaft e.V. (KEB)
  • Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung
  • Bildungswerk des Landessportbundes Rheinland-Pfalz e.V.
  • Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.

Kontakt:

Gabriele Schneidewind
Vorsitzende des Landesbeirates für Weiterbildung in Rheinland-Pfalz
Geschäftsführerin Arbeit und Leben gGmbH
Hintere Bleiche 36, 55116 Mainz
06131 – 1408614

Projektstart GrubiNetz – Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung Rheinland-Pfalz

Mainz, 17.02.2014. 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland können keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben und gelten als „funktionale Analphabeten“. Diese aufrüttelnden Zahlen wurden 2011 durch die leo.-Level-One Studie der Universität Hamburg ermittelt. Davon hat jeder Zweite die Schule in Deutschland besucht und mehr als die Hälfte ist berufstätig. Besonders betroffen sind Personen, die einfachen Hilfstätigkeiten nachgehen, geringe berufliche Aufstiegschancen haben und deren Arbeitsplätze als unsicher gelten. Viele Menschen schämen sich und verbergen oft sogar vor der Familie, Freunden und am Arbeitsplatz ihre Schwierigkeiten. Nur ein Bruchteil der Betroffenen wird aktuell durch die Grundbildungsangebote der Erwachsenenbildung erreicht.

Da auch in Rheinland-Pfalz zu viele Menschen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben im Alltag haben, setzt an dieser Stelle das im Januar gestartete Projekt „GrubiNetz – Kompetenznetzwerk Grundbildung und Alphabetisierung Rheinland-Pfalz“ an: es will nun vor allem deutlich mehr Menschen mit Grundbildungsbedarf erreichen und sie in ganz Rheinland-Pfalz an Lernangebote, Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse heranführen.

„Vernetzung und Kooperationen sind im Alphabetisierungs- und Grundbildungsbereich von zentraler Bedeutung. Unsere Anstrengungen zielen darauf hin, eine Flächendeckung mit Kursangeboten in ganz Rheinland-Pfalz zu erreichen“, so Gabriele Schneidewind, Geschäftsführerin des Projektträgers Arbeit und Leben gGmbH.

Dazu sieht das vom Europäischen Sozialfonds und dem rheinland-pfälzischen Bildungs- und Arbeitsministerium geförderte Projekt ein Kompetenznetzwerk vor, das von den fünf Weiterbildungsträgern (siehe unten) initiiert wird. Sie stellen je eine Netzwerkkoordinatorin in den Regionen Westerwald-Taunus/Mittelrhein, Trier/Eifel, Rheinhessen-Nahe und Pfalz, damit sie mögliche Partner identifizieren und für das Netzwerk gewinnen. Dazu knüpfen sie Kontakte zu den regionalen Akteuren, die mit den Zielgruppen in Kontakt kommen, beispielsweise Beschäftigte in Beratungsstellen, Jobcentern, Schulen, Weiterbildungseinrichtungen oder in der Verwaltung. Diese Akteure wiederum werden für die Thematik sensibilisiert und dabei unterstützt, wie sie die Betroffenen ansprechen und sie an Lernangebote heranführen können.

Durch die Vernetzung der Betroffenen untereinander und mit verschiedenen Akteuren sollen effizientere und nachhaltige Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, um damit die Chancen zur Teilhabe funktionaler Analphabeten am sozialen und ökonomischen Leben zu erhöhen.

Um das Thema zu enttabuisieren und die Gesellschaft darüber zu informieren, werden die Projektpartner aus dem Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz, der Evangelischen Erwachsenenbildung, der LAG anderes lernen und der Katholischen Erwachsenenbildung unter anderem Öffentlichkeitsaktionen durchführen. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema, da es schwierig ist, die Betroffenen direkt zu erreichen“, so Susanne Syren, Netzwerkkoordinatorin für die Region Rheinhessen-Nahe von der ELAG.

Kontakt:

Gabriele Schneidewind, Geschäftsführerin
Arbeit und Leben gGmbH
Hintere Bleiche 36, 55116 Mainz
Tel.: 06131 – 1408614