Kategorie: 2009

Eltern- und Familienbildung und Lebenslanges Lernen

Herausforderungen, Verortungen und Entwicklungsperspektiven – DEAE-Tagung am 30.September

21. August 2009

Lebenslanges Lernen im Blick„Lebenslanges Lernen“ erhält als bildungspolitisches Programm und als empirisch beobachtbarer Lernprozess über die Lebensspanne hinweg eine immer größere Bedeutung. Im Rahmen der Tagung stehen dabei besonders Eltern- und Familienbildung als Inhalts- und Arbeitsbereich im Fokus.

Hier wird etwa der Frage nachgegangen, wie es um die Bereitschaft und die Fähigkeit steht, Lernen als persönlichen Entwicklungsprozess zu verstehen und zu organisieren und welche Arbeits- und Entwicklungsaufgaben sich angesichts der Lebenswirklichkeiten von Familie und der unterschiedlichen biografischen Anschlussmöglichkeiten, Lernniveaus, Milieus, Zielgruppen und Bedürfnisse stellen. Die Tagung hat am 30. September in Frankfurt a.M. stattgefunden.

Anmeldung: bis 21. September 2009

Kosten: 10,00 EUR Tagungsbeitrag inkl. Verpflegung

Veranstaltungsort:
Hoffmanns Höfe
Heinrich-Hoffmann-Str. 3
60528 Frankfurt

Eine Wegbeschreibung finden Sie hier.

Anfragen bitte an:
Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE)
FON: 069 – 58098-307
FAX: 069 – 58098-311
Petra Herre (pherre@deae.de)
Annette Hartmann (info@deae.de)

Veranstalter:
Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE)
Emil-von-Behring-Straße 3
60439 Frankfurt am Main

FON: 069 – 58098-307
E-Mail: info@deae.de
www.deae.de

Bildquelle: boettcher & petoe – Fotolia.com

Grundlagenpapier zur Intergenerationellen Bildung

Broschüre Leben. Miteinander.Lernen.22. Juli 2009

Die Kommission Altenbildung der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) hat mit der Broschüre „Leben. Miteinander.Lernen.“ ein Grundlagenpapier zur Intergenerationellen Bildung erstellt.

In dem Papier wird zunächst Grundlegendes wie gesamtgesellschaftliche Entwicklung und demografischer Wandel dargestellt, darauf folgen Erläuterungen zu den Grundlagen des Generationenbegriffs und der Generationenbeziehungen.

Den Ansätzen und Perspektiven für eine Intergenerationelle Bildung sind theologische und pädagogische Prämissen vorangestellt. Ein Kapitel stellt die aus der Sicht kirchlicher Erwachsenenbildung herausgearbeiteten Leitperspektiven zur Intergenerationellen Bildung vor.

Das 39-seitige Grundlagenpapier schließt mit Empfehlungen und Forderungen an Politik, Gesellschaft und Kirche: Intergenerationelle Bildung soll in all ihren Facetten kenntlich gemacht werden, nicht in „Betulichkeit“ stecken bleiben und auch konfrontative Themen aufgreifen.

Bestellen können Sie die Broschüre bei der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Bonn. Das Bestellformular und eine genaue Inhaltsangabe des Heftes finden Sie im Anhang als pdf.

Mitgliederversammlung der elag am 17./18.06.2009

Fachgespräch: Religiöse Erwachsenenbildung

13. Juli 2009

Ziel des diesjährigen Fachgesprächs war der Versuch einer Verortung kirchlicher Bildungsangebote zwischen Mission und öffentlich geförderter Weiterbildung. Religiöse Bildung ist ein grundlegender Bestandteil evangelischer Erwachsenenbildung. Demgegenüber stehen missionarische Angebote, die sich ebenfalls als Bildungsveranstaltungen verstehen. In den Kirchengemeinden gibt es beides. Wie geht die Evangelische Erwachsenenbildung damit um?

Das Eingangsreferat hielt Heike Wilsdorf, Pfarrerin und Leiterin des Fachbereichs Erwachsenenbildung der EKHN, Mitglied im Vorstand der elag und Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE): „Grundsätze religiöser Bildung als Profil evangelischer Erwachsenenbildung“. In ihrem bildungstheoretisch begründeten Vortrag verdeutlichte sie das Verständnis religiöser Bildung aus Sicht der Erwachsenenbildung. Die Prinzipien der Landeszentrale für politische Bildung im Bereich der Jugendarbeit (Beutelsbacher Konsens) „Überwältigungsverbot, Ausgewogenheit, Schülerorientierung“ gelten analog für die religiöse Bildung. Ziel von Bildung sei hier wie da „der selbstreflexive Umgang zu mir selbst, zu anderen, zur Welt“ und in der religiösen Bildung auch zu Gott. Daran müssen Kursangebote der EEB sich messen lassen, dh. sie müssen von ihrem Ergebnis her offen sein, was die meisten Kurse missionarische Anbieter nicht sein können und wollen.

Es gibt neben Glaubenskursen der EEB, die den Teilnehmenden die Auseinandersetzung mit ihrem Glauben ermöglichen, in Kirchengemeinden eben auch solche mit einem engen Zuschnitt. In diesem „Format Glaubenskurse“ gehe es um Glaubenserweckung. Die Kurse sind nicht ergebnisoffen; sie wollen den Glauben wecken und stärken, neue Kirchenmitglieder werben. Heike Wilsdorf machte deutlich, dass das Format missionarischer Glaubenskurse im Angebot der Kirchengemeinden ihren Platz und ihre Berechtigung haben. Sie können aber nicht als Erwachsenenbildung gelten. Hier seien deutliche Trennlinien zu ziehen. Heike Wilsdorf führte als – provokantes – Beispiel für den Unterschied einen Konfirmandenkurs an: Wenn ein Jugendlicher diesen Kurs belege und am Ende entscheide, sich nicht konfirmieren zu lassen, sei religiöse Bildung gelungen. Er habe sich reflexiv mit Religion auseinandergesetzt und auf dieser Basis seine Entscheidung getroffen.

Evangelisches Bildungsportal eröffnet virtuelle Lernräume

28.05.2009

EKHN-LogoUnter www.evangelisches-bildungsportal.org bietet das Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eine neue Lernplattform an. In Zusammenarbeit mit rpi-virtuell werden den BesucherInnen aktuelle Informationen, Materialien und Foren zu Bildungsthemen geboten. Zusätzlich können sich NutzerInnen in virtuellen Seminarräumen treffen, sich austauschen und fortbilden.

Eine erste religionspädagogische Online-Fortbildung für fünfzehn Erzieherinnen ging am 19. Mai zu Ende. Sie war unterteilt in zwei Präsenztage zwischen denen eine vierwöchige Online-Phase lag. Pfarrerin Sabine Müller-Langsdorf von der Pädagogischen Akademie Elisabethenstift und Pfarrer Joachim Dietermann vom Zentrum Bildung der EKHN hatten die Online-Fortbildung inhaltlich konzipiert und begleitet und vier Studienbriefe verfasst.

Bericht von der ersten Online-Fortbildung des Zentrums Bildung der EKHN

Die Fortbildung hatte den Titel „Mit Kindern ins Gespräch über Gott kommen“. Dort bekamen die Teilnehmerinnen Anregungen, um über das eigene Gottesbild nachzudenken und sensibler zu werden für die religiösen Äußerungen der Kinder. Die Möglichkeiten, die das online-unterstützte Lernen dabei bot, wurden sehr geschätzt: „Die Stärke des Online-Angebotes war, dass ich mir die Zeit nehmen konnte, die ich brauchte, um mir Gedanken zu machen“, bilanzierte eine Teilnehmerin.

Arbeiten von zu Hause aus wird nicht als Arbeit erlebt

Die Selbststeuerung des eigenen Lernens wurde positiv erlebt, sie intensivierte aber auch die Selbstauseinandersetzung und erforderte Selbstdisziplin. Kritisch gesehen wurde die Tatsache, dass die Fortbildungszeit zum großen Teil als „Privatvergnügen“ erlebt wurde, da meist von zu Hause aus gearbeitet wurde. Am Arbeitsplatz, in den Kindertagesstätten, fehlten die Ruhe oder die Möglichkeiten dazu. „Drei bis vier Stunden Freistellung pro Woche hätte es gebraucht“, waren sich alle einig.

Fehlende Technik-Kenntnisse und Übung

Die Kommunikation untereinander gestaltete sich offensichtlich schwierig. In der Auswertungsrunde wurde klar, dass neben mangelnden technischen Kenntnissen teilweise auch die praktische Übung im Umgang mit der Fülle an interaktiven Möglichkeiten und den sogenannten e-tools fehlte. „Die Gruppendiskussion fand nur zeitversetzt im Forum statt“, berichteten die Teilnehmerinnen. „Vielleicht hätte man feste Zeiten vereinbaren sollen, um sich zu treffen.“ Auch die Zeiten zwischen den vier Studienbriefen hätte man verdoppeln sollen, meinten die Erzieherinnen: „Eine Woche war zu kurz.“

Weiterentwickeln und verbreiten

Martina Klein, Leiterin des Zentrums Bildung, zeigte sich erfreut darüber, dass sich fünfzehn Mitarbeiterinnen von Kindertagesstätten auf das Abenteuer „Online-Fortbildung“ eingelassen haben. Jetzt gelte es, das Angebot weiterzuentwickeln und bekannt zu machen. „Auf weitere Kooperationspartner wollen wir zugehen“, ergänzte Gunter Böhmer, Projektleiter des Bildungsportals. Regionale Gruppen, die eine Plattform für ihre Diskurse suchen, könnten vom Evangelischen Bildungsportal profitieren. Ebenso Kindertagesstätten und andere Bildungsträger in Hessen, die für ihre Projekte eine webbasierte Lernumgebung anbieten wollen.

Ansprechpartner für das Evangelische Bildungsportal ist Gunter Böhmer:

E-mail: gunter.boehmer.zb@ekhn-net.de

„ich bin so frei“ – wenn Kinder flügge werden

28. Mai 2009Flyer für den Elternkurs

„Ich bin so frei“ – wenn Kinder flügge werden ist Teil des Elternkurses der AEEB „Auf eigenen Beinen stehen“.Ein weiterer Teil wendet sich an Mütter und Väter von Kindern in den ersten drei Lebensjahren und trägt den Titel „vertrauen · spielen · lernen“. Beide Elternkurse beziehen sich auf die jeweilige Entwicklungsphase der Kinder und damit auf die besonderen Herausforderungen für Eltern in der jeweiligen Familienphase. Der Elternkurs will Mütter und Väter mit Jugendlichen in der Pubertät unterstützen, den „richtigen“ Weg für sich im Umgang mit der Tochter/dem Sohn zu finden. Der Kurs ist für Mütter und Väter von Jugendlichen im Alter von zwölf bis 16 Jahren gedacht.

Der Elternkurs für Mütter und Väter mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren will Eltern begleiten, damit wichtige Weichenstellungen von Anfang an gelingen. Gefördert wurde die Entwicklung des Elternkurses „Auf eigenen Beinen stehen“ durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus aus Mitteln des Kulturfonds Bayern und durch die Evang.-Luth. Kirche in Bayern.

Die Einführung und Fortbildung am 1./.2. Juli 2009 im FrauenWerk Stein wurde storniert.

Die nächste Fortbildung für den Elternkurs „Ich bin so frei“ findet am 22. September  in Nürnberg statt; die nächste Fortbildung für den Elternkurs „vertrauen-spielen-lernen“ am 19. Oktober ebenfalls in Nürnberg

Weitere Informationen erhalten Sie bei der elag oder regionalen Anbietern wie dem Ev. Bildungswerk, der Ev. Familienbildungsstätte, Kirchengemeinden oder bei der:

Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung
in Bayern e.V.
Herzog-Wilhelm-Str. 24
80331 München
TEL (0 89) 5 43 44 77 – 0
FAX (0 89) 5 43 44 77 – 25
MAIL landesstelle@aeeb.de
WEB www.aeeb.de

Mehr interreligiöse Bildung jetzt!

06. Mai 2009

Eine Erklärung der Evangelischen Erwachsenenbildung

1.   Die Vielfalt der Lebensorientierungen ist in unserer Gesellschaft der Normalfall geworden.
Menschen leben und glauben unterschiedlich. Sie erleben selbst im engsten persönlichen Umfeld eine Fülle von Differenzen. Das bezieht sich nicht nur auf Differenzen zwischen kulturellen Herkünften, Religionen, weltanschaulichen Orientierungen, sondern auch auf Differenzen innerhalb jeder einzelnen Kultur und Religion. Der Umgang mit Differenz ist eine Existenzbedingung und keine Wahl.

2.    Religiöse Vielfalt muss gesellschaftlich gestaltet werden.
Wir sind in unserer Gesellschaft auf den Umgang mit Differenz wenig vorbereitet und ungeübt, uns konstruktiv mit Machtasymmetrien auseinanderzusetzen. Dies prägt auch die Art und Weise, wie Religion zum gesellschaftlichen Thema wird. Nicht nur Medienleute sind zu einer besonderen Sensibilität im Blick auf Religionen und Religiosität herausgefordert. Alle Bürgerinnen und Bürger – ob sie sich als religiös oder bewusst als nichtreligiös verstehen – müssen die vielfältigen Begegnungen und Berührungen mit Menschen unterschiedlicher Religiosität in die eigene Lebenspraxis integrieren.

3.    Interreligiöse Bildungsarbeit ist eine dringliche Aufgabe öffentlicher Erwachsenen- bzw. Weiterbildung.
Diese Herausforderung durch die Vielfalt der Religionen, Religiositäten und weltanschaulichen Haltungen wird im Alltag noch nicht mit Selbstverständlichkeit angenommen. Gegen Widerstände und gegenläufige Tendenzen ist die Begegnung mit dem Anderen institutionell und individuell einzuüben. Interreligiöse Bildungsarbeit ist der Weg, auf dem Alltagserfahrungen mit unterschiedlicher Religiosität reflektiert, Vorurteile überprüft, Unsicherheiten und Ängste geklärt und ausgrenzende Haltungen durch Begegnungen überwunden werden können. Unsere Erfahrung zeigt: Wenn Menschen in interreligiös reflektierter Weise ihre Wahrheitsansprüche bezeugen, ist das nicht das Ende der Kommunikation, sondern Grundlage des miteinander Lernens und des friedlichen Zusammenlebens.

4.    Religiöse Pluralismusfähigkeit der Kirchen ist gefordert.
Die Kirchen müssen sich und ihre Organisation im vorfindlichen religiösen Gefüge neu verorten. Es wird ein produktiver Beitrag der Kirchen zur religionskompetenten Pluralismusfähigkeit erwartet. Die Pluralisierung ist nicht vorrangig als Orientierungskrise zu verstehen, der lediglich mit kirchlichen Strategien der Beheimatung zu begegnen wäre. Notwendig ist vielmehr ein doppelter Blick der Kirchen auf sich selbst: Christliche Theologie betont den universellen Anspruch, der dem Evangelium innewohnt, und achtet zugleich ihre Bezogenheit auf das Judentum. Indem die Kirchen zwischen der Reichweite der für sie verbindlichen Wahrheit (Universalität) und dem Anspruch auf Geltung für alle anderen (Absolutheit) unterscheiden, können sie sich in zivilgesellschaftlicher Perspektive als partikulare Religionsgemeinschaften erkennen, die für das gute Zusammenleben in der Gesellschaft Mitverantwortung tragen.

5.   Interreligiöse Bildung gehört zum Profil der Evangelischen Erwachsenenbildung.
Die Verknüpfung von religiöser Subjektivität und Bildung ist Markenzeichen des Protestantismus. Dies ist eine gute Voraussetzung für Pluralismusfähigkeit. Der bewusste Umgang mit inter- wie intrareligiöser Differenz kann am Beispiel der Geschlechterdifferenz als einem alle religiöse Gruppierungen prägenden Faktor thematisiert werden. Hierbei lassen sich gemeinsame Herausforderungen quer zu Religionszugehörigkeiten entdecken. Mit Angeboten religiöser Bildung trägt Evangelische Erwachsenenbildung zur Sprachfähigkeit in Glaubensfragen bei und richtet sich dabei an jeden Mann und jede Frau. Ziel ihrer interreligiösen Bildungsarbeit ist es, sich gegenseitig ernst zu nehmen, in guter Nachbarschaft miteinander zu leben und füreinander einzutreten; den eigenen Glauben besser zu verstehen und Impulse für die Gestaltung der eigenen Spiritualität zu erhalten; Neugier auf den Glauben der anderen zu wecken.

6.    Mehr interreligiöse Bildung jetzt – konkrete Initiativen sind gefragt!
Es kommt darauf an, sichtbar zu machen, was geschieht, und zu unterstützen, was dem Dialog dient. Evangelische Erwachsenenbildung will den Blick schärfen für Beispiele gelingenden alltäglichen Zusammenlebens im Stadtteil, zwischen religiösen und areligiösen Menschen, zwischen Kirchen-, Synagogen- und Moscheegemeinden, in Kindergärten, Schulen, Familien und Betrieben. Sie fördert Modelle, arbeitet ihre Bedingungen heraus, setzt sich mit Gegenkräften auseinander, gibt Anstöße für neue Initiativen und bietet Fortbildungen für interreligiöse Bildung und Verständigung an. Sie setzt sich für eine neue Qualität interreligiöser Bildung ein.

Mitgliederversammlung der DEAE 2009

Reihe „Alternative Finanzstrategien“

25. April 2009

Plakat der Campustour 2009Die elag hat mit verschiedenen Partnern die Reihe „Alternative Finanzstrategien“ eingerichtet. Abwechselnd werden die elag und die einzelnen Partner Arbeit & Leben, anderes lernen, attac, das Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung und die Heinrich-Böll-Stiftung für je eine Veranstaltung verantwortlich zeichnen.

Den Beginn machte die Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen der Campustour 2009 „Wissen, was wirkt“ am Hochschultag der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am 13. Mai. Sven Giegold, Mitbegründer von attac Deutschland, hielt dort ab 16.00 Uhr den Vortrag „Darf’s ’ne Milliarde mehr sein? Die aktuelle Finanzkrise und Gegenstrategien“. Im Anschluss daran gab es die Möglichkeit zur Diskussion.

Vortrag „Die aktuelle Finanzkrise und Gegenstrategien“

Referent: Sven Giegold

Ort: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Zeit: 13. Mai 2009, 16.00 Uhr

Bildquelle: www.boell.de, mit freundlicher Genehmigung der Heinrich-Böll-Stiftung

 

Weiterbildungsanbieter gehen mit gutem Beispiel voran!

Samstag, 07. Februar 2009

Anbieter fördern die Weiterbildung ihrer Lehrenden

Ist Weiterbildung auch ein Thema für diejenigen, die Weiterbildung selbst anbieten?
„Personalentwicklung bei Weiterbildungsanbietern“ war Themenschwerpunkt der diesjährigen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) durchgeführten wbmonitor Umfrage, an der sich mehr als 1.800 Anbieter beruflicher und allgemeiner Weiterbildung beteiligt haben.

Die Mehrheit der Anbieter unterstützt die Weiterbildung ihrer Lehrenden; insbesondere die größeren Anbieter liegen hier vorn. Dabei profitieren vor allem die fest angestellten Lehrkräfte, die in dieser Branche jedoch in der Minderheit sind. Das Stammpersonal wird vielfach nicht nur durch Fachpublikationen, sondern auch bei der Teilnahme an Tagungen, Vorträgen oder Bildungsmessen sowie durch Freistellung und/oder Beteiligung an Weiterbildungskosten unterstützt. Auch die Durchführung interner Weiterbildungen und die Anrechnung von Seminarteilnahmen als Arbeitszeit haben einen hohen Stellenwert.

wbmonitor Tabelle: Unterstützung der Weiterbildung ihrer Lehrenden
Anbieter (in %) unterstützten 2007…durch…

Honorarkräfte(N=1373)

fest Angestellte/Beamte (N=982) ehrenamtlich Tätige (N=212)
Bereitstellung von Fachpublikationen 67 89 65
Durchführung interner Seminare 50 73 55
Vollständige Kostenübernahme externer Seminare 20 73 27
Teilweise Kostenübernahme externer Seminare 28 41 31
Anrechnung von Seminaren als Arbeitszeit 14 84 11
Unterstützung der Teilnahme an Vorträgen u.ä. 39 89 41
Sonstige Aktivitäten 19 16 19
Keine der genannten Unterstützungen 11 1 5
Quelle:BIBB/DIE wbmonitor Umfrage 2008 (N gesamt=1851)

Weiterbildungsbedarf sieht jeder zweite Anbieter beim Thema „Erfolgreich Lehren“ – der Kernaufgabe von pädagogisch Tätigen. Hier dürften sich neue methodisch-didaktische Anforderungen z.B. durch Einsatz neuer (Selbstlern-) Medien niederschlagen. Fortbildungen zur besseren Marktpositionierung der eigenen Einrichtung stehen bei den Weiterbildungsanbietern ebenfalls ganz oben auf der Agenda.

Erstmals liefert die wbmonitor Umfrage von BIBB und DIE empirische Daten zu den Anforderungen an die Kompetenzen des leitenden Weiterbildungspersonals. Für diese Beschäftigten werden vor allem personale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kreativität und Durchsetzungsstärke als wichtig betrachtet. Berufserfahrungen und Abschlüsse bestimmter Studienrichtungen spielen dagegen für die Weiterbildungsanbieter bei der Einstellung von Leitungskräften eine unterschiedlich bedeutsame Rolle. Der pädagogische Hochschulabschluss wird hier jedoch noch am häufigsten genannt.

Weiterbildungsbranche schaut 2008 optimistisch in die Zukunft
Ein weiterer Schwerpunkt der Umfrage lag auf dem wbmonitor Klimaindex. Mit 42 Punkten auf einer Skala von -100 bis +100 signalisiert er für das Jahr 2008 eine ausgeprägt positive wirtschaftliche Stimmung in der Weiterbildungsbranche in Deutschland. Erhoben wurden diese Daten allerdings im Mai – auf dem Höhepunkt des allgemeinen konjunkturellen Aufschwungs. Jedoch: Während der ifo Geschäftsklimaindex für das Dienstleistungsgewerbe in der Zeit von Mai 2007 bis Mai 2008 von 27 auf 19 Punkte sank, stieg der wbmonitor Klimaindex in der selben Zeitspanne von 30 auf 42 Punkte an und erreichte eine neue Höchstmarke. Die Weiterbildungsanbieter in Deutschland schätzen demnach ihre aktuelle und zukünftige wirtschaftliche Situation deutlich positiver ein als das übrige Dienstleistungsgewerbe.

Weitere Informationen zur wbmonitor Umfrage 2008 von BIBB und DIE unter www.wbmonitor.de oder www.bibb.de/de/50555.htm.

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung e.V. (DIE)

Fachtagung: „Maßgeschneidert oder von der Stange?“

25. Januar 2009

Weiterbildung für Frauen in den gesellschaftlichen MilieusDeckblatt des Faltblatts zur Tagung

Im Mittelpunkt der Tagung stehen zwei Fachvorträge. Die Forschungsergebnisse aus der Sinus-Milieu®-Studie 2007, die für die Weiterbildung interessant sind und als Grundlage für die Angebots- und Programmplanung dienen können, werden vorgestellt. Der zweite Schwerpunkt der Fachtagung liegt auf dem Transfer der sozialwissenschaftlichen Forschungsergebnisse in den erwachsenenpädagogischen Alltag. Die bedarfsorientierte Angebotsplanung in der Erwachsenenbildung im Zusammenhang mit dem Konzept des lebenslangen Lernens steht hier im Mittelpunkt.

Beide Vorträge werden das Thema unter der Genderperspektive betrachten, d.h. es geht um Fragen wie das Verhältnis von Männern und Frauen in den einzelnen Milieus aussieht, was das für die Akteure im Bereich Bildung heißt und wie eine gezielte, bedarfsgerechte Angebotsplanung gestaltet werden kann.

Termin: 12. März 2009
Anmeldeschluss: 26. Februar 2009
Ort: Erbacher Hof, Grebenstr. 24-26, 55116 Mainz
Kosten: 10,- EUR (inkl. Imbiss, Getränke und Tagungsmaterialien)
Anmeldung: per E-Mail an info@lfw-rlp.de

Referentinnen:
Dr. Friederike Müller-Friemauth, Sinus Sociovision GmbH, Heidelberg
Prof. Dr. Wiltrud Gieseke, Humboldt-Universität, Berlin

Veranstalter:
Landesbeirat für Weiterbildung Arbeitsstelle für die Weiterbildung der Weiterbildenden (AWW) mit Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur RLP

Einzelheiten entnehmen Sie bitte der unten angehängten pdf-Datei.

Zahlen 2008

2008 erhielt die elag als Förderung nach dem Weiterbildungsgesetz 522.588 Euro.

Damit wurden u.a. gefördert:

6.276 Veranstaltungen mit
123.791 Teilnehmenden und
rund 40.000 Unterrichtsstunden.

Außerdem konnte die elag Sonderfördermittel einwerben und an die Einrichtungen aus der rheinland-pfälzischen EEB weitergeben:

8.738 € für Bildungsfreistellungsmaßnahmen
23.586 € für Seminare, die der Gleichstellung von Frauen und Männern dienen
5.121 € für Maßnahmen mit Kinderbetreuung
5.716 € für Weiterbildungsmaßnahmen für Weiterbildnerlnnen.
5.394 € für Maßnahmen der gesellschaftspolitischen Bildung
2.788 € für Alphabetisierungsmaßnahmen.